Ist eine Behandlung auch bei Unverheirateten möglich?

Ja, aber...

aok bkk ikk vdek

da gesetzlich versicherte Patienten (GKV) eben den per Gesetz festgelegten Bedingungen unterliegen und im §27a Sozialgesetzbuch V (SGB V) festgeschrieben ist, dass nur (miteinander verheiratete) Eheleute Anspruch auf Krankenkassenleistung haben, gehen unverheiratete, gesetzlich versicherte Patienten leider leer aus.

D.h., dass natürlich auch Unverheiratete gundsätzlich sämtliche Leistungsangebote wahr nehmen können, allerdings mit dem Unterschied, dass sie die Behandlungen vollständig aus eigener Tasche tragen müssen.

Bedanken Sie sich bei Frau Merkel, denn es ist der mit Nachdruck vertretene politische Wille der Regierung, Unverheiratete trotz der Tasache, dass sie ihre Kassenbeiträge ebenso leisten, wie jeder Andere auch, von gesetzlichen Leistungen der Kinderwunschbehandlung bewußt auszuschließen.

An dem Wunsch, dies zu korrigieren, sind sowohl Klagen von Privatpersonen vor dem Bundesverfassungsgericht, als auch einer gesetzlichen Krankenkasse vor dem Bundessozialgericht gescheitert!

WICHTIG:
alle diagnostischen Maßnahmen, wie z.B. die Durchführung eines Kontrollzyklusses bei der Frau, oder eines Spermiogramms beim Mann, um herauszufinden, was die Ursache der Kinderlosigkeit ist,
tragen die GKVen aber auch bei Unverheirateten voll!
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Bei privat versicherten Patienten spielt die Ehelichkeit keine Rolle, weil ausschließlich die Bedingungen des Versicherungsvertrages des Versicherten mit seiner PKV selbst zählen.

Hier muss im Rahmen des Verursacherprinzips die PKV grundsätzlich die Kosten der Behandlung tragen, auch wenn das Paar nicht miteinander verheiratet ist!