Entwicklung der IVF – SAAR

1975 Jens Happel gründet die Frauenarztpraxis in der Kaiserstraße, Einrichtung einer Kinderwunsch-Sprechstunde, ambulante Operationen.

1982 Eintritt von Michael Thaele, Gründung der ersten frauenärztlichen Gemeinschaftspraxis im Saarland, ambulante Endoskopien, pränatale Diagnostik.

1983
- 1985
Nach Volontäraufenthalten von Happel und Thaele im Royal Woman Hospital und an der Monash-University, beides in Melbourne/Australien, sowie Hospitationen an der Universitätsfrauenklinik Lübeck und in der ersten IVF-Praxis der Welt in Wien (Feichtinger und Kemeter) wird in den Praxisräumen in der Kaiserstraße ein IVF-Labor eingerichtet und mit der Kryokonservierung von Sperma-Proben begonnen.

1987 Geburt des ersten Kindes nach IVF-ET im Saarland.

Beginn der Kryokonservierung imprägnierter Eizellen.

1991 Als erste IVF-Einrichtung in Deutschland erhalten Happel und Thaele eine Genehmigung nach § 121a SGB V zur Durchführung der Methoden der "Künstlichen Befruchtung" vom Ministerium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes.

Klaus Bühler tritt der Gemeinschaftspraxis bei.

Aufnahme einer Endometriose-Sprechstunde, Einrichtung eines Labors für Gynäkologische Endokrinologie.

1993 Geburt des ersten Kindes im Saarland aus zuvor kryokonservierten Eizellen.

1994 Gründung des Saarbrücker privaten Institutes für Fortpflanzungsmedizin (SpIF GmbH), Übernahme der Kryokonservierung durch das Institut, Kryokonservierung von Spermaproben bei Tumorpatienten als Fertilitätsreserve.

Aufbau einer Labor-Einheit für die Intra-Cytoplasmatische-Spermien-Injektion (ICSI)

1995 Lars Happel tritt der Gemeinschaftspraxis bei.

Durchführung des Jahrestreffens Deutscher IVF-Gruppen in Saarbrücken.

1995
- 1996
Durch eine Kooperation mit G. Zeilmaker (Universität Rotterdam) wird ein Qualitätsmanagement-System für das IVF-Labor eingeführt.

1996 Geburt des ersten Kindes nach dem ICSI-Verfahren im Saarland.

1997 Einführung einer prospektiven Datenerfassung zur Qualitätssicherung (Recdate/DIR).
1998 Geburt der ersten Kinder (Zwillinge) im Saarland, für deren Entstehung beim ICSI-Verfahren Spermien verwendet wurden, die aus Hodengewebsproben gewonnen wurden (TESE in Kooperation mit der urol. GMP Marzen und Schwaiger).

Klaus Bühler verlässt die Gemeinschaftspraxis und geht nach Hamburg.

2001 Die Gemeinschaftspraxis Happel – Thaele – Happel führt als erste Praxis im Saarland ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 ein.

2002 Peter List tritt der Gemeinschaftspraxis als Privatarzt bei.

Andreas Giebel tritt als Nachfolger von Jens Happel, der in den Ruhestand geht, der Gemeinschaftspraxis bei.

2004 Zum Ende des Jahres verlässt Peter List die Gemeinschaftspraxis und geht zurück nach Leipzig.

2006 Erstmalig im Saarland gelingt es der Gemeinschaftspraxis fortlaufende Schwangerschaften nach Polkörperdiagnostik herbei zu führen. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit der Genetik-Praxis Martin – Oehl-Jaschkowitz – Christmann in Homburg/Saar eine innovative Chiptechnik eingesetzt, mit der alle Chromosomen der menschlichen Eizelle untersucht werden konnten.

2007 Geburt zweier Kinder, die nach den vorliegenden Informationen die ersten Kinder weltweit sind, die nach einer solchen chipbasierten Diagnostik geboren werden.

2008 Zahraa Kollmann tritt der Gemeinschaftspraxis bei.

Eröffnung einer 2. Praxis (Nebenbetriebsstätte) in Kaiserslautern.

Um den hohen Standard der angewandten Wissenschaft aufrechtzuerhalten, beteiligt sich IVF-SAAR - wie bereits wiederholt in der Vergangenheit z.B. mit der Universitätsfrauenklinik Heidelberg, dem Universitätsklinikum Essen, dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und der Urologischen Universitätsklinik Homburg/Saar - auch in diesem Jahr bei einem Forschungsvorhaben zusammen mit dem Fraunhofer Institut für biomedizinische Technik, Abteilung der Kryobiophysik und Kryotechnologie, St. Ingbert, in das auch das Biophysical Interdisciplinary Jérome Schottenstein Center for the Research and the technology of the Cellome, Bar Ilan Universität Ramat Gan Israel eingebunden ist.

2009 Zahraa Kollmann verlässt die Gemeinschaftspraxis.

Najib Nassar tritt als ihr Nachfolger der Gemeinschaftspraxis bei.

Das Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes erteilt die Genehmigung zum Umgang mit menschlichen Keimzellen gem. § 20 b und c des Arzneimittelgesetzes entsprechend der EU-Richtlinie 2004/23/EG.

2010 Umzug in die neuen Räumlichkeiten im Medizeum in der Europa-Allee im neu geschaffenen 'Quartier Eurobahnhof'.

Marika Otte tritt als Nachfolgerin von Michael Thaele, der in den Ruhestand geht, der Gemeinschaftspraxis bei.